logo

GEWINN MESSE, Donnerstag, 15. Oktober 2015 „Heiraten, Erben, Trennen & Co“

Heiraten Erben Trennen und Co buchDer GEWINN-Messe-Donnerstag steht ganz im Zeichen der langfristigen Vorsorge.

Um 13 bis 14 Uhr erfolgte die Präsentation des neuen GEWINN-Buches „Heiraten, Erben, Trennen & Co“

Alles, was Sie zum Thema Recht und Familie wissen sollten:

  • Lebenspartnerschaft und Ehe
  • ­„Patchwork“-Familien
  • Wer haftet für Kredite?
  • Worauf kommt es bei einer Scheidung an?
  • Wie viel Unterhalt kann fällig werden?
  • Soll man ein Grundstück heuer noch verschenken?
  • Was bringt das neue Erbrecht?

 

Clemens Gärner Gewinn MesseDiese Themen wurden von Dr. Clemens Gärner (Gärner Perl Rechtsanwälte) und Dr. Ulrich Voit (Öffentliche Notare Festl, Raeser & Partner) unter Moderation von  Susanne ­Kowatsch (GEWINN) beleuchtet.

Dr. Gärner führte z.B. zum Thema „Heiraten oder „Wilde Ehe“ und Schenkungen“ aus:
Schenkungen von dritter Seite sind, sowie voreheliches Vermögen und Erbschaften, grundsätzlich von der Aufteilung bei einer Ehescheidung ausgenommen. Der Partner hat bei einer Scheidung somit keinen Anspruch auf einen darauf entfallenden Anteil. Davon ausgenommen sind Erträgnisse (z.B. Mieteinnahmen) wenn der Partner hier auch eigene (Unterstützungs)leistungen erbracht hat. Oder, wenn voreheliches Vermögen dem Gebrauch beider Ehepartner gedient hat, somit eine „strenge“ Trennung zwischen vorehelichen Vermögen und Gebrauch während aufrechter Ehe nicht möglich ist. In diesem Fall würde dem Partner ein angemessener Anteil (Geldanspruch) zustehen. Um sicher zu gehen, dass im Falle der Ehescheidung die Vermögenswerte (aber auch wenn gewünscht die Erträgnisse) bei demjenigen Teil bleiben, der diese erhalten hat, wäre eine Regelung in einem Ehevertrag (Ehepakt) zu empfehlen. Solange die Ehe aufrecht ist, bleibt der Beschenkte jedenfalls alleine über die Vermögenswerte (Grundstücke) verfügungsberechtigt, kann diese also zB verkaufen oder sonst wie nach eigenen Wünschen verwenden, ohne dass dafür die Zustimmung des Partners nötig ist. Um nachhaltig zu verhindern, dass der „Familienbesitz“ nach einer Ehescheidung dem anderen Teil in welcher Form auch immer zukommen soll, sollte ein Ehevertrag (auch während laufender Ehe möglich) abgeschlossen werden.

Gefragt wurde u.a. seitens der interessierten Zuhörer auch nach der Angst der Männer, dass der (Ex) Partnerin die alleinige Obsorge für die Kinder zugesprochen werden könnte. Auch hier konnte  Dr. Clemens Gärner beruhigen: „Der Gesetzgeber hat in der jüngsten Reform des Familienrechts die gemeinsame Obsorge als gewünschten Zustand auch nach einer Ehescheidung normiert. Im Zentrum jeglicher Entscheidung liegt das Wohl des Kindes. Eine Übertragung der Obsorge auf nur einen Elternteil erfordert eine Kindeswohlgefährdung des anderen. Die Trennung der Eltern alleine ist noch keine Gefährdung des Wohl des Kindes, die eine Obsorgeentziehung rechtfertigt.

gewinn Messe

Mehr über das Thema und viele Fallbeispiele findet man in im GEWINN-Buch „Heiraten, Erben, Trennen & Co“.

 

Die Anwälte Dr. Clemens Gärner und Mag. Susanna Perl-Böck sind die Spezialisten, wenn es zu Rechtsfragen im Bereich Trennung und Scheidung, Obsorge und Kindeswohl, Partnerschafts- und Eheverträge, Unterhalt und Vermögensaufteilung sowie Trennungs- und Scheidungsvorsorge kommt. Die bewährte Mann-Frau-Perspektive, die die Kanzlei Gärner und Perl-Böck auszeichnet, macht es zudem möglich fachliches Know-How mit notwendigem Fingerspitzengefühl zu kombinieren und so maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten eingehen zu können. Durch ihre Zusatzkompetenzen im Immobilien-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht sind Gärner und Perl-Böck bei Scheidungen im wirtschaftlichen Bereich ebenfalls die erste Adresse.