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Schadenersatz- und Gewährleistungsrecht

Oft verwechselt – nicht gleich zu behandeln: Schadenersatz und Gewährleistung. Im Rahmen der Gewährleistung haftet man immer nur für die Sache selbst, nicht aber für Folgeschäden. Es ist dies – im Gegensatz zur Garantie (immer freiwillig) – die gesetzlich vorgesehene verschuldensunabhängige Haftung des Verkäufers für Mängel, die die Ware bzw. Leistung bereits im Zeitpunkt der Übergabe aufweist, auch wenn sich dieser Mangel vielleicht erst später zeigt (geheimer Mangel bzw. verborgener Mangel). Die Frist zur (gerichtlichen) Geltendmachung des Mangels beträgt bei beweglichen Sachen zwei Jahre, bei unbeweglichen drei Jahre.

Schadenersatzansprüche umfassen sowohl den Schaden an der Sache selbst als auch Folgeschäden. Beim Schadenersatz handelt es sich um die gesetzliche Haftung des Übergebers für Schäden, die von diesem oder dessen Gehilfen verschuldet worden sind. Um einen Schadenersatzanspruch geltend machen zu können, musste zumindest leicht fahrlässig gehandelt werden.
Im Schadenersatzrecht bestehen sehr lange Haftungsfristen. Ein derartiger Anspruch verjährt erst drei Jahre ab Kenntnis von Schaden sowie Schädiger bzw. jedenfalls nach Verstreichen eines Zeitraums von 30 Jahren.
Diese lange Haftung spielt vor allem für Mängel (Schäden) an der Sache selbst eine große Rolle, zumal der Übernehmer weit über die Dauer des Gewährleistungsanspruches hinaus (eben bis zu 30 Jahre statt zwei bzw. drei Jahre) einen Mangel (Schaden) geltend machen kann.

Die Rechtsanwälte Dr. Clemens Gärner und Mag. Susanna Perl führen und leiten Sie, stets unter Berücksichtigung Ihrer wirtschaftlichen Interessen, durch diesen komplexen Vorgang.