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16.12.2019 “Der Standard”: Ex-Partner hat Anrecht auf Immobilienvermögen

Susanna Perl
Susanna Perl

Wir freuen uns, für einen Artikel im “Der Standard” vom 17.12.2019, einige Fragen zu einer aktuellen OGH Entscheidung beantworten zu dürfen. Anbei ein Auszug:

Der OGH schloss ein Schlupfloch, das Aufteilung vermieteter Wohnungen bei Scheidungen ermöglichte

Wien – Bei einer Scheidung wird das während der Ehe angesammelte Vermögen unter den Ehegatten aufgeteilt. Das gilt allerdings nicht für Unternehmen; der Gesetzgeber will damit verhindern, dass Erwerbsquellen geschädigt und möglicherweise Arbeitsplätze vernichtet werden.

Doch diese Unterscheidung führt in manchen Fällen zu einer deutlichen Benachteiligung eines Ehepartners, meistens der Frau. So wurde Immobilienbesitz und der damit verbundene Arbeitsaufwand als unternehmerische Tätigkeit gewertet, wenn eine größere Zahl von Mietwohnungen vermietet wird. In Anlehnung an das Konsumentenschutzgesetz gilt diese Zuordnung ab sechs Wohnungen sowie bei Beiziehung einer Hausverwaltung. Solche Vermögenswerte waren von der Aufteilung ausgeschlossen.

Dadurch entstand bei Scheidungen für diese Immobilienbesitzer ein entscheidender Vorteil im Aufteilungsverfahren“, sagt die Scheidungsexpertin Susanna Perl von der Wiener Familienrechtskanzlei Gärner Perl. „Diese Situation wurde nicht nur von vielen als ungerecht empfunden, sie war auch inkonsistent. Denn wenn ein Ehegatte Geld in Aktien oder Kunstgegenstände angelegt hatte, wurde das als eheliche Ersparnis gewertet. Steckte dasselbe Geld in mehreren Wohnungen, hatte der Ex-Partner kein Anrecht darauf.“

Den ganzen Artikel nachlesen können sie hier: LINK

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Veröffentlicht von GÄRNER I PERL

Die Anwälte Dr. Clemens Gärner und Mag. Susanna Perl sind die Spezialisten, wenn es zu Rechtsfragen im Bereich Trennung und Scheidung, Obsorge und Kindeswohl, Partnerschafts- und Eheverträge, Unterhalt und Vermögensaufteilung sowie Trennungs- und Scheidungsvorsorge kommt. Die bewährte Mann-Frau-Perspektive, die die Kanzlei Gärner und Perl auszeichnet, macht es zudem möglich fachliches Know-How mit notwendigem Fingerspitzengefühl zu kombinieren und so maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten eingehen zu können. Durch ihre Zusatzkompetenzen im Immobilien-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht sind Gärner und Perl bei Scheidungen im wirtschaftlichen Bereich ebenfalls die erste Adresse.