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Das wünschen sich geschiedene Mütter wirklich!

Scheidungsanwältin Susanna Perl-Böck schildert, wo die Konfliktherde rund um Besuchsrechte liegen und womit man geschiedenen Müttern am Muttertag die größte Freude machen kann.

Ein Blumenstrauß zum Muttertag? Eh schön. Frühstück ans Bett? Wenn es sein muss. So manche Mutter kann mit den typischen Geschenken an „ihrem“ Tag nur begrenzt etwas anfangen und wünscht sich insgeheim etwas völlig anderes.

Besonders gilt das für geschiedene Frauen. Sie haben nämlich Wünsche, die auf den ersten Blick selbstverständlich klingen, aber es bei weitem nicht sind. Scheidungsanwältin Susanna Perl-Böck von der Kanzlei Gärner | Perl Rechtsanwälte sagt: „Leider ist es durchaus die Norm, dass Konfliktherde rund um die Besuchsrechte entstehen, die Mütter schwer belasten.

Die Top Muttertags-Wünsche geschiedener Frauen.

  • Die Kinder an diesem Tag bei sich zu haben.Es ist nicht selbstverständlich, dass Scheidungskinder den Muttertag bei ihrer Mutter verbringen. So mancher Ex-Partner behält die Kinder an diesem Tag bei sich. Gleiches gilt umgekehrt für den Vatertag“, sagt die Expertin. Wer Wert auf den Muttertag legt, sollte dafür im Obsorgeverfahren – ebenso wie für Weihnachten – Regelungen vereinbaren. Perl-Böck appelliert aber auch an die Männer: „Als Vater sollte man vielleicht unabhängig vom Recht erwägen, die Kinder heuer am 12. Mai der Ex-Frau zu überlassen – und damit seinen Teil zu einer harmonischen Zusammenarbeit als Eltern leisten.“
  • Väter, haltet Euch an die Zeiten. Perl-Böck sagt: „Ein großes Konfliktthema sind die Hol- und Bringzeiten der Kinder. Wir sehen immer wieder, dass Väter ihre Kinder zu spät oder zu früh abliefern und diese dann vor verschlossenen Türen stehen.“ Hier lässt sich rechtlich wenig machen. „Das Recht ist hier eher zahnlos – es gibt Änderungsbedarf“, sagt die Expertin.
  • Alltagstermine fair aufteilen. „Verpflichtungen der Kinder, zum Beispiel Arzttermine, Musikkurse, Übernachtungen bei Freunden – fallen häufig hauptsächlich in die Betreuungszeit der Mütter. Das muss aber nicht sein“, sagt Perl-Böck.
  • Schluss mit Streit bei Kindesübergaben. Gerade Übergaben sorgen für Zündstoff. „Ist die Beziehung zum Ex-Partner gespannt, empfehlen wir, den Kontakt bei Kindesübergaben gering zu halten. Zum Beispiel, indem vereinbart wird, dass ein Elternteil die Kinder zur Schule bringt und der andere sie abholt.“ Bei persönlichen Übergaben sollte man die Klärung organisatorischer Fragen vermeiden und dafür andere Kommunikationskanäle wählen. „Auf jeden Fall raten wir davon ab, die Übergaben zusätzlich zu belasten – etwa, indem man neue Partner miteinbezieht“, sagt Perl-Böck.

Der Ex-Partnerin – nicht nur am Muttertag – entgegenzukommen lohnt sich, so die Anwältin. „Denn die immer wieder ausbrechenden Konflikte treffen letztendlich nicht nur die Mütter, sondern noch schwerer die gemeinsamen Kinder.

Veröffentlicht von GÄRNER I PERL

Die Anwälte Dr. Clemens Gärner und Mag. Susanna Perl-Böck sind die Spezialisten, wenn es zu Rechtsfragen im Bereich Trennung und Scheidung, Obsorge und Kindeswohl, Partnerschafts- und Eheverträge, Unterhalt und Vermögensaufteilung sowie Trennungs- und Scheidungsvorsorge kommt. Die bewährte Mann-Frau-Perspektive, die die Kanzlei Gärner und Perl-Böck auszeichnet, macht es zudem möglich fachliches Know-How mit notwendigem Fingerspitzengefühl zu kombinieren und so maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten eingehen zu können. Durch ihre Zusatzkompetenzen im Immobilien-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht sind Gärner und Perl-Böck bei Scheidungen im wirtschaftlichen Bereich ebenfalls die erste Adresse.